Wie ich einstmals schon erwähnte, bin ich ein Kopfmensch, ich lebe in Wörtern oder grotesken Bilden, zuweilen habe ich keinen Grund, an der Realität teilzunehmen - das geschieht, weil es einfacher ist, in einer Geisteswelt zu leben, quasi dort, wo Leben und Lebendigsein nur auf künstlerischen oder fiktiven Gegebenheiten basiert. Hier kann man sich die Dinge zurechtbiegen, sie umschreiben, anders machen, wollen, schaffen. Ich kann hier Triebe ausleben, die ich außerhalb meines Gehirns nicht in reelle Taten umsetzen würde. Ich kann, beispielsweise, an Sex denken, aber dies zu praktizieren oder dem wahrhaftig beizuwohnen, ist, wie verkorkst es auch klingen mag, eine widerliche Vorstellung. In meinem Gedanken kann ich mir alles erlauben, alles tun, alles, alles, alles, ohne mich schlecht zu fühlen - aber woanders? Ich wäre mir selbst Leid, denke ich.
Und doch suche ich 'Draußen' nach Stimuli, nach körperlicher Nähe, irgendwie zumindest, und nach Menschen, die ich riechen kann. Das ist merkwürdig und macht mir klar, dass ich ein normaler Mensch bin - ich bin nicht nur mein Gehirn, meine Wunschvorstellung, sondern ein Wesen, das atmet, blutet, lacht, weint, redet, schmeckt, fühlt, zittert, etc. und dann frage ich mich; gaukle ich mir was vor? Lebe ich zu sehr in meinem wolllüstigen, surrealen, graubunten Bildern, sodass ich vom Glück zu viel erwarte?
Bin ich tatsächlich mehr noch als ich glaube, vielseitiger und farbenfroher?
Keine Ahnung, aber interessant, herauszufinden.
Nicht mit dem Kalkül eines Mathematikers manipulativ, denke ich, anderweitig; eher auf Gefühlsebene - was mich verwundert, weil ich damit nicht umgehen kann? Wie soll ich dann manipulieren?
Vielleicht weil ich schnell weine, weil ich schreie oder beleidige?
Manipulation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich Handgriff oder Kunstgriff.
Die Kunst, etwas zu steuern, vielleicht, zu lenken, zu beeinflussen. Ich finde, es ist keine Kunst, es ist erbärmlich.
Vielleicht sollte man ein anderes Adjektiv als 'manipulativ' benutzen.
Manie. Wahn. Manisch. Wahnhaft. Wahnhafte Überheblichkeit? Das ist merkwürdig. Mich von Leuten abzugrenzen, ist überheblich, macht deutlich, dass ich mich für etwas anderes halte. Aber auch wahnhaft, nicht aus Angst, sondern aus Prinzip, weil ich in mir ab und an keinen Wert sehe?
Dazu veranlasst mich zu sagen, dass ich es generell überheblich finde, sich gegen die Meinung, Du seist wertvoll, hübsch, klug, etc, zu stellen, da man diesen Menschen die Ehrlichkeit abspricht, ihnen sogar die Freiheit, dies zu sagen, verbietet. Ist daher prinipielles Widersprechen, weil es für einen selbst die einzige Wahrheit, schlecht? Vielleicht deshalb; Seperation durch Manie ist Überheblichkeit? Aber die Gleichung geht nicht auf, das eine ist Charakter, das andere Krankheit. Inwiefern ist man dann die Krankheit? Ist man schon so kaputt, dass man nichts mehr trennen kann.
Und wenn es doch heißt: Manie durch Überheblichkeit ist Seperation? oder; Überheblichkeit durch Seperation ist Manie?
Es gibt zu viele Möglichkeiten, als dass dies beantwortet werden könnte.
Tja, ich bin müde, ich muss ins Bett, tut mir Leid für diese teils wirren, teils dämlichen, teils sinnlosen Gedanken.
Lisa x
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen